14.02.2026 – land und region

Heute schauen wir auf etwas, das im Winter fast magisch wirkt. Ein See liegt still da. Die Oberfläche ist gefroren. Vielleicht glitzert Schnee darauf. Und viele fragen sich dann: Was passiert eigentlich mit den Tieren darunter? Erfriereren die Fische? Und was ist mit Fröschen? Die spannende Antwort ist: Die meisten überleben. Und zwar auf erstaunlich kluge Weise.

Was passiert, wenn ein See zufriert?

Wenn wir uns zuerst anschauen, was beim Zufrieren eines Sees passiert, entdecken wir etwas Besonderes. Wasser gefriert nicht von unten nach oben, sondern von oben nach unten. Das liegt daran, dass Eis leichter ist als flüssiges Wasser und oben schwimmt. Sobald die Oberfläche gefriert, entsteht eine geschlossene Eisschicht. Diese wirkt wie ein Deckel. Darunter bleibt das Wasser flüssig. Selbst bei starkem Frost hat das Tiefenwasser oft noch ein paar Grad über null. Für viele Wasserbewohner ist das genau richtig, um den Winter zu überstehen.

Wie überleben Fische im kalten Wasser?

Jetzt fragst du dich vielleicht, wie Fische in dieser kalten Umgebung leben können. Fische sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, ihre Körpertemperatur passt sich der Umgebung an. Im Winter werden sie langsamer. Sie bewegen sich weniger, sparen Energie und suchen tiefere, ruhigere Bereiche im See auf. Dort ist das Wasser gleichmäßiger temperiert. Ihr Stoffwechsel fährt herunter, fast wie bei einer Energiesparfunktion. So brauchen sie weniger Nahrung und kommen gut durch die kalte Jahreszeit.

Wie überwintern Frösche unter dem Eis?

Und was ist mit Fröschen? Auch sie haben eine besondere Winterstrategie. Viele Frösche überwintern am Grund eines Gewässers. Dort graben sie sich in weichen Schlamm ein oder liegen ruhig zwischen Pflanzen. Ihr Körper wird ebenfalls sehr langsam. Herzschlag und Atmung reduzieren sich stark. Sauerstoff nehmen sie teilweise sogar über die Haut auf. Solange das Wasser unter dem Eis nicht vollständig durchfriert, bleiben sie geschützt.

Warum friert ein See nicht komplett zu?

Warum friert ein See eigentlich nicht komplett bis zum Boden durch? Hier hilft eine spannende Eigenschaft des Wassers. Wasser ist bei ungefähr vier Grad am dichtesten und sinkt nach unten. Dieses etwas wärmere Wasser bleibt am Seegrund. Darüber liegt kälteres Wasser und ganz oben das Eis. Diese Schichtung sorgt dafür, dass ein natürlicher Schutzraum entsteht. Ohne diese Besonderheit hätten es viele Wasserlebewesen im Winter sehr schwer.

Energie sparen im Winter

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Tiere im Winter Energie sparen müssen. Genau das passiert auch im zugefrorenen See. Weniger Bewegung bedeutet weniger Energieverbrauch. Die Tiere leben von Reserven und passen ihren Körper an die Bedingungen an. Das ist kein Schlaf wie bei einem Igel, sondern eher ein ruhiger Sparmodus.

Zum Schluss können wir sagen: Ein zugefrorener See sieht von außen still und leblos aus. Doch unter dem Eis geht das Leben weiter. Fische und Frösche nutzen kluge Anpassungen und die besonderen Eigenschaften des Wassers, um den Winter zu überstehen. Die Natur hat hier eine erstaunliche Lösung gefunden, die seit sehr langer Zeit funktioniert.

Und denkt daran: Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso!

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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