26.04.2026 – land und region
So, heute reden wir wieder über ein Thema, das jedes Jahr pünktlich zur Grasernte zurückkommt, wie schlechte Ausreden nach schlechtem Verhalten. Hundekot auf Futterwiesen. Und bevor jetzt wieder jemand sagt: „Bruno, das hatten wir doch schon…“ Ja. Hatten wir. Im letzten Jahr. Und davor.
Aber es nützt nichts. Weil es Menschen gibt, die es schaffen, jedes Jahr exakt den gleichen Fehler zu machen, mit beeindruckender Konstanz. Und nein, das hier ist kein Thema gegen Hunde. Hunde sind top. Wirklich. Das Problem hängt am anderen Ende der Leine.
Die, die über Wiesen laufen, als wäre das hier ein öffentlicher Park mit All-inclusive-Kackrecht. Als würde da nicht Futter wachsen, sondern einfach nur Gras, das zufällig da liegt. Jetzt einmal ganz kurz zur Realität: Wiesen und Weiden sind keine Freilauf-Areas.
Das ist Futter. Für Kühe. Für Pferde. Für Schafe. Für Lebensmittel. Für Dinge, die du dir ganz entspannt in den Einkaufswagen legst.
Und in diesem Futter hat Hundekot nichts verloren. Weil da Keime drin sind, die für Tiere richtig gefährlich werden können. Parasiten. Infektionen. Im schlimmsten Fall lebensbedrohliche, gesundheitliche Probleme. Das ist nicht nur eklig. Das ist ein echtes Risiko.
Und dann kommt die nächste Kategorie. Die Oberspezialisten. Die Beutelwerfer. Diese völlig orientierungslosen Umwelt-Genies, die es schaffen, ein Problem erst einzusammeln, um es dann in verpackter Form wieder zurückzuwerfen.
Ich mein, wie läuft dieser Gedankengang? Du gehst raus. Du nimmst einen Beutel mit. Du bückst dich. Du sammelst die Kacke ein. Du machst einen Knoten rein. Und dann wirfst du das Ding ins Futter. Das ist kein Versehen. Das ist kein Ausrutscher. Das ist einfach nur komplett dumm.
Du hast es geschafft, aus einem Problem zwei zu machen. Mit Plastik drum herum. Und dann kommen sie wieder, die Experten aus der Kommentarspalte: „Ist doch nur ein bisschen. Ist doch wie Dünger.“ Nein. Ist es nicht.
Und jetzt einmal ganz langsam zum Mitschreiben: Hundekot im Futter ist für die Kuh ungefähr so appetitlich, wie wenn du dir morgens die Fußnägel deines Nachbarn – frisch geschnitten, leicht angegilbt – ins Müsli raspelst. Guten Appetit.
Am Ende ist es ganz einfach: Einmal kurz nachdenken. Haufen weg. Beutel mitnehmen. Nicht ins Futter werfen. Und wer das nicht hinbekommt, der sollte vielleicht nicht mit einem Hund rausgehen, sondern erstmal nur mit sich selbst.
Aber wahrscheinlich nicht.
Autor:
Redaktion Land und Region
Christian Kluge
Fotos: Kluge Kommunikation