06.03.2026 – land und region

Beim agrarpolitischen Frühstück des Bremer Bauernverbandes sind am 5. März 2026 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Molkereiwirtschaft, Verbänden und Landwirtschaft erneut zu einem intensiven Austausch auf dem landwirtschaftlichen Betrieb des Präsidenten Hilmer Garbade im Bremer Blockland zusammengekommen. In der besonderen Atmosphäre eines gemeinsamen Frühstücks wurde wieder offen und engagiert über die Zukunft der regionalen Milchwirtschaft diskutiert.

Besonders gefreut hat uns die Teilnahme der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Henrike Müller (GRÜNE), die sich gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Bürgerschaft und Parteien an der Diskussion beteiligte. Neben ihr nahmen auch politische Vertreter aus CDU, SPD und FDP an dem Austausch teil. Die breite politische Beteiligung unterstrich die Bedeutung der Themen für Bremen und zeigte zugleich, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Landwirtschaft und Politik ist.

Das Format verbindet bewusst zwei Dinge: die persönliche und ruhige Atmosphäre eines Frühstücks und die teilweise durchaus unbequemen, aber immer respektvoll geführten Gespräche über zentrale agrarpolitische Fragen. Gerade diese Mischung macht den besonderen Wert der Veranstaltung aus. Unterschiedliche Perspektiven treffen aufeinander, Argumente werden ausgetauscht, Positionen erklärt und besser verstanden.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die Milcherzeugung in Bremen unter den aktuellen wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen weiterentwickeln kann. Diskutiert wurden unter anderem die aktuelle Marktentwicklung im Milchsektor, Anforderungen an Tierwohl und Hitzeschutz bei Weiderindern, der Umgang mit landwirtschaftlichen Flächen im Kontext der Energiewende sowie die Rolle der Landwirtschaft bei Moor- und Klimaschutzmaßnahmen.

Deutlich wurde dabei, dass Landwirtschaft heute viele Erwartungen gleichzeitig erfüllen soll: Sie soll Lebensmittel erzeugen, zum Klima- und Naturschutz beitragen, die Kulturlandschaft erhalten und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähig bleiben. Diese unterschiedlichen Anforderungen bringen Zielkonflikte mit sich, die nur im gemeinsamen Gespräch verstanden und gelöst werden können.

Gerade deshalb hat sich das agrarpolitische Frühstück in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Dialogformat entwickelt. Ohne öffentliche Bühne, aber mit großer Offenheit, bietet es Raum für fachliche Diskussionen und gegenseitiges Verständnis. Viele Fragen lassen sich nicht in einem einzelnen Termin beantworten aber sie lassen sich lösen, wenn Politik, Behörden, Wirtschaft und Landwirtschaft kontinuierlich miteinander im Gespräch bleiben.

Der Bremer Bauernverband sieht in diesem regelmäßigen Austausch eine zentrale Grundlage für tragfähige Entscheidungen zur Zukunft der Landwirtschaft in Bremen. Das agrarpolitische Frühstück zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie wertvoll direkte Gespräche sind besonders dann, wenn die Themen komplex sind und unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen.

Am Ende dieses Vormittags war sich die Runde in einem Punkt einig: Der Dialog muss weitergehen. Deshalb wird der Bremer Bauernverband auch 2027 wieder zum agrarpolitischen Frühstück einladen, denn gute Lösungen entstehen häufig am Konferenztisch, aber immer öfter am Frühstückstisch.

Grüße gehen raus ins Land und die Region.

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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