02.03.2026 – land und region

Vielleicht hast du sie schon gesehen. Große weiße Vögel mit langen roten Beinen und einem langen Schnabel. Sie kreisen hoch am Himmel oder stehen auf einem Nest auf einem Dach oder einer Stange. Wenn die Störche wieder da sind, sagen viele Menschen: Jetzt kommt der Frühling. Aber warum kommen die Störche jedes Jahr zurück? Und wo waren sie eigentlich im Winter?

Wer der Weißstorch ist

Der Storch, den wir in vielen Dörfern und auf Wiesen sehen, heißt Weißstorch. Sein Gefieder ist überwiegend weiß, nur die Flügelspitzen sind schwarz. Auffällig sind auch seine langen roten Beine und sein langer Schnabel. Damit kann er im flachen Wasser oder auf Wiesen nach Nahrung suchen.

Weißstörche sind Zugvögel. Das bedeutet, dass sie im Herbst in wärmere Regionen fliegen und im Frühjahr wieder zurückkehren. Diese Reise kann mehrere tausend Kilometer lang sein.

Wohin die Störche im Winter fliegen

Viele unserer Störche verbringen den Winter in Afrika. Dort finden sie auch in den kühleren Monaten genug Nahrung. Andere Störche überwintern inzwischen auch in Südeuropa. Das hängt oft davon ab, welche Route sie auf ihrer Reise nehmen.

Wenn der Winter in Europa endet und die Tage wieder länger werden, machen sich die Störche auf den Rückweg. Sie fliegen dabei oft in großen Kreisen durch die Luft. So nutzen sie warme Aufwinde, die ihnen beim Fliegen helfen und Energie sparen.

Warum die Störche im Frühling zurückkommen

Im Frühling beginnt für die Störche die Brutzeit. Sie kehren zu ihren Nestern zurück, die oft auf Dächern, Türmen oder speziellen Nistplattformen stehen. Viele Störche nutzen ihr Nest über viele Jahre hinweg und bauen es jedes Jahr ein Stück weiter aus.

Das Nest kann dadurch sehr groß und schwer werden. Manchmal ist es so breit wie ein großer Tisch.

Warum Störche oft auf Bauernhöfen leben

Störche fühlen sich besonders in Landschaften wohl, in denen es Wiesen, Weiden und flache Gewässer gibt. Dort finden sie Nahrung wie Insekten, Würmer, Frösche oder kleine Tiere. Genau solche Flächen gibt es häufig rund um landwirtschaftliche Betriebe.

Deshalb sieht man Storchennester oft in Dörfern, auf Scheunen oder auf extra aufgestellten Nestplattformen. Viele Landwirte stellen solche Plattformen auf, damit die Störche einen sicheren Platz zum Brüten haben. So gehören Landwirtschaft und Störche vielerorts ganz selbstverständlich zusammen.

Was Störche so besonders macht

Störche sind beeindruckende Flieger und gute Reisende. Sie legen jedes Jahr lange Strecken zurück und finden trotzdem wieder genau zu ihrem alten Nest. Wenn sie auf dem Nest stehen, begrüßen sie sich oft mit lautem Schnabelklappern. Dieses Geräusch gehört für viele Menschen einfach zum Frühling dazu.

Wenn du also im Frühling einen Storch siehst, weißt du jetzt, was dahinter steckt. Nach einer langen Reise ist er wieder zurückgekehrt, um hier sein Nest zu bauen und seine Jungen großzuziehen. Die Rückkehr der Störche zeigt uns, dass die Natur wieder erwacht und ein neues Jahr beginnt.

Und denkt daran: Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso!

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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