15.11.2025 – land und region

Heute erzähle ich euch von einer Pflanze, die auf den ersten Blick gar nicht so aufregend aussieht, in Wahrheit aber etwas richtig Süßes in sich trägt die Zuckerrübe!
Ich habe nämlich neulich auf einem Hof gesehen, wie die Rüben geerntet wurden. Überall fuhren große Maschinen über den Acker, die die Erde auflockerten und Rüben aus dem Boden zogen, so viele, dass der ganze Hof nach frischer Erde roch.

Wie die Zuckerrübe wächst

Die Zuckerrübe ist eine echte Wunderpflanze. Sie wächst in unseren Regionen auf fruchtbaren Böden und liebt Sonne, Wasser und Pflege. Im Frühjahr werden winzige Samen in Reihen gesät. Dann wachsen daraus kräftige, grüne Blätter, die aussehen wie eine kleine Palme auf dem Acker. Unter der Erde bildet sich die dicke, weiße Rübe, sie sieht aus wie eine riesige Karotte, ist aber rundlicher und speichert Zucker. In ihr steckt die Energie, die die Pflanze im Sommer durch die Sonne gesammelt hat.

Je nach Wetter wird die Zuckerrübe im Herbst geerntet, also im Oktober oder November. Dann ist der Zuckeranteil in der Rübe am höchsten, manchmal fast ein Fünftel ihres Gewichts!

Wie die Ernte funktioniert

Wenn es soweit ist, rücken die Landwirtinnen und Landwirte mit großen Rübenrodern an. Das sind beeindruckende Maschinen, richtige Hightech-Geräte. Sie können die Rüben aus der Erde heben, das Grün abschneiden, die Rüben reinigen und sie dann in riesige Lader füllen.
So wird aus dem Acker eine gut organisierte Erntefläche. Die Rüben werden anschließend in sogenannten Rübenmieten am Feldrand gelagert, das sind lange Haufen, die mit Vlies abgedeckt werden, damit die Rüben frisch bleiben, bis sie abgeholt werden.

Manchmal fahren die LKWs Tag und Nacht, um die Rüben in die Zuckerfabrik zu bringen.

Wie aus Rüben Zucker wird

In der Zuckerfabrik beginnt dann ein spannender Prozess. Zuerst werden die Rüben gründlich gewaschen, der ganze Ackerboden muss runter! Dann werden sie in dünne Streifen geschnitten, sogenannte Rübenschnitzel. Diese kommen in heißes Wasser, damit der Zucker herausgelöst wird. Das Zuckerwasser wird danach gereinigt, eingedampft und gekocht, bis sich kleine Zuckerkristalle bilden. Und genau diese Kristalle kennt ihr: Das ist der Zucker, der später in Kuchen, Keksen, Bonbons oder Kakao landet.

Aber die Zuckerrübe kann noch mehr: Aus den Resten, also den Rübenschnitzeln, entsteht wertvolles Tierfutter. Und manche Teile werden sogar zur Energiegewinnung genutzt, in Biogasanlagen zum Beispiel.

Warum Zuckerrüben so wichtig sind

Zuckerrüben gehören zu den wichtigsten Kulturpflanzen in Deutschland. Sie wachsen direkt vor unserer Haustür und liefern regionalen Zucker, ganz ohne lange Transportwege.
Außerdem tragen sie zur Fruchtfolge bei, also zur Abwechslung auf dem Acker. Das hält den Boden gesund und verhindert, dass immer dieselbe Pflanze darauf wächst.

Und wusstet ihr, dass Zucker kein „böses“ Lebensmittel ist? Unser Körper braucht Zucker, um Energie zu haben, nur zu viel davon ist ungesund. Deshalb gilt: Ein Stück Kuchen ist wunderbar, solange man auch Obst, Gemüse und Bewegung dazu hat.

Die Zuckerrübe zeigt, wie eng Landwirtschaft, Technik und Natur zusammenarbeiten. Aus einer unscheinbaren Rübe entsteht etwas, das in fast jeder Küche steht und dabei hilft die Pflanze sogar noch, Tiere zu füttern und Energie zu liefern.

Also: Wenn ihr das nächste Mal einen Rübenlaster auf der Straße seht, wisst ihr jetzt, was er da transportiert, echten süßen Schatz vom Acker!

Und denkt daran: Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso!

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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