17.03.2026 – land und region

Manchmal gibt es Orte, die ganz selbstverständlich wirken. Weil wir sie jeden Tag sehen. Weil wir durch sie hindurchgehen. Weil sie einfach da sind. Ein Feld. Ein Weg. Eine Wiese. Landschaft.

Und doch steckt in solchen Orten mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Sie gehören nicht einfach allen. Sie sind nicht einfach frei. Sie werden bewirtschaftet. Gepflegt. Genutzt. Hier wachsen unsere Lebensmittel. Hier stehen Tiere. Hier entsteht das, was wir jeden Tag brauchen.

Und gleichzeitig sind es Orte, die viele als selbstverständlich erleben. Zum Spazieren. Zum Abschalten. Zum Dasein. Vielleicht ist es genau dieser Gegensatz, der diese Landschaft so besonders macht.

Und vielleicht gehört zur Wahrheit auch noch etwas anderes: Dass wir selbst jeden Tag entscheiden, was mit dieser Landschaft passiert. Wir bauen Straßen. Wir bauen Häuser. Wir versiegeln Flächen. Ganz selbstverständlich.

Aber Landschaft ist nicht vermehrbar. Und deshalb frage ich mich: Wem gehört eigentlich Landschaft? Den Menschen, die sie besitzen? Denjenigen, die sie bewirtschaften? Den Tieren, die hier leben? Oder uns allen ein Stück weit, weil wir sie brauchen?

Und wenn das so ist: Was bedeutet das eigentlich für unseren Umgang damit? Und für unsere Verantwortung dafür?

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner