08.11.2025 – land und region
Hallo, hallo, ihr kleinen und großen Entdecker,
heute wird’s richtig geheimnisvoll. Neulich bin ich früh morgens mit dem Fahrrad losgefahren, um Brötchen für das Frühstück zu holen und plötzlich war alles ganz still. Die Bäume, die Felder, sogar die Kühe auf der Weide sah man kaum noch. Alles war in weißen Dunst gehüllt. Da wusste ich: Der Herbst ist da mit seinem Nebel!
Aber was ist Nebel eigentlich? Nebel ist nichts anderes als eine Wolke, nur dass sie direkt auf der Erde schwebt! Wenn die warme Luft am Boden abkühlt, verwandelt sich der unsichtbare Wasserdampf darin in winzige Tröpfchen. Diese Tröpfchen schweben in der Luft, und dadurch sieht alles milchig und verschwommen aus.
Nebel bildet sich besonders oft am frühen Morgen oder späten Abend, wenn die Luft kühl und feucht ist. Dann steht er wie eine weiche Decke über den Feldern und Wegen. Wusstet ihr, dass man offiziell erst von „Nebel“ spricht, wenn man weniger als 1000 Meter weit sehen kann? Wenn man noch ein bisschen weiter gucken kann, nennt man das „Dunst“.
In Deutschland kommt Nebel vor allem im Herbst und Winter vor. Der nebelreichste Monat ist der November, kein Wunder, wenn morgens alles grau und leise ist und die Welt aussieht, als würde sie noch schlafen.
Für viele Tiere ist Nebel gar kein Problem. Rehe, Füchse oder Eulen hören und riechen viel besser als wir und finden sich auch dann zurecht, wenn man fast nichts sieht. Aber für uns Menschen kann Nebel gefährlich sein, besonders im Straßenverkehr. Wenn ihr also unterwegs seid, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder im Auto, dann heißt es: Licht an, langsam fahren und gut aufpassen! Denn im Nebel sieht man andere später und wird selbst auch schlechter gesehen.
Trotzdem hat Nebel etwas Wunderschönes. Er macht die Welt still, weich und ein bisschen geheimnisvoll fast wie in einem Märchen. Wenn dann die Sonne langsam aufgeht und der Nebel sich auflöst, sieht es aus, als würde der Tag erwachen.
Also: Wenn ihr das nächste Mal Nebel seht, bleibt mal kurz stehen, schaut euch um und hört, wie leise die Welt dann wird. Es ist, als würde die Natur für einen Moment den Atem anhalten.
Und denkt dran – Fragen stellen ist schlau und draußen staunen sowieso!
Autor:
Redaktion Land und Region
Christian Kluge
Fotos: Kluge Kommunikation