30.01.2026 – land und region
Hallo, hallo ihr kleinen und großen Entdecker,
habt ihr euch schon mal gefragt, was eigentlich mit den ganzen Wildtieren passiert, wenn es draußen kalt wird und Schnee liegt? Heute erzähle ich euch von Tieren, die etwas ganz Besonderes können. Sie halten Winterschlaf.
Winterschlaf ist wie ein richtig langer, tiefer Schlaf. Die Tiere ziehen sich zurück, bewegen sich kaum und verbrauchen ganz wenig Energie. Ihr Herz schlägt langsamer, die Atmung wird ruhiger und der Körper spart Kraft. So kommen sie gut durch den Winter, auch wenn es draußen kaum Futter gibt.
Ein ganz bekanntes Winterschlaftier ist der Igel. Im Herbst frisst er sich eine dicke Fettschicht an, das ist seine Winterreserve. Dann baut er sich ein Nest aus Laub und Zweigen und schläft dort mehrere Monate. Auch der Siebenschläfer macht Winterschlaf. Der heißt zwar so, schläft aber nicht nur sieben Tage, sondern oft sieben Monate. Er kuschelt sich in Baumhöhlen oder alte Nistkästen und wartet auf den Frühling.
Auch Fledermäuse gehören zu den Winterschläfern. Sie hängen kopfüber in Höhlen, alten Kellergewölbe oder alten Stollen. Dort ist es kühl, aber frostfrei, genau richtig für ihren langen Schlaf. Und dann gibt es noch Murmeltiere, die in den Alpen leben. Sie schlafen gemeinsam tief unter der Erde und wärmen sich gegenseitig.
Auch manche Schlangen halten Winterschlaf, man nennt das bei ihnen Winterstarre. In Deutschland machen das zum Beispiel die Ringelnatter, die Kreuzotter oder die Schlingnatter. Wenn es kalt wird, ziehen sie sich in frostfreie Verstecke zurück, zum Beispiel in Erdlöcher, unter Steinhaufen oder in alte Mauern. Dort liegen sie ganz still, denn als wechselwarme Tiere können sie ihre Körpertemperatur nicht selbst warm halten. Erst im Frühling, wenn die Sonne wieder Kraft hat, wachen sie langsam auf und kommen zum Aufwärmen heraus.
Warum machen diese Tiere Winterschlaf? Ganz einfach, weil im Winter kaum Insekten, Früchte oder Pflanzen zu finden sind. Statt jeden Tag nach Futter zu suchen, sparen sie Energie und warten, bis es wieder warm wird. Das ist eine richtig schlaue Überlebensstrategie.
Aber Achtung, nicht jedes Tier, das man im Winter selten sieht, hält Winterschlaf. Eichhörnchen zum Beispiel machen Winterruhe. Sie wachen zwischendurch auf und knabbern an ihren Vorräten. Rehe und Füchse bleiben sogar den ganzen Winter aktiv. Aber davon erzähle ich euch nächste Woche.
Was könnt ihr tun, um Winterschläfern zu helfen? Ganz viel. Laubhaufen liegen lassen, alte Baumstümpfe nicht wegräumen und Tiere im Winter nicht stören. Wenn ein Igel oder eine Fledermaus schläft, brauchen sie vor allem eins, Ruhe.
Also denkt dran, wenn es draußen kalt und still wird, schlafen viele Tiere ganz tief und fest. Und unter dem Laub, in Höhlen oder alten Mauern warten sie geduldig auf den Frühling.
Und wie immer gilt, Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso.
Autor:
Redaktion Land und Region
Christian Kluge
Fotos: Kluge Kommunikation