07.03.2026 – land und region

Hallo ihr kleinen und großen Entdecker.

Jetzt passiert draußen wieder etwas, das man leicht übersieht. Sobald die Nächte milder werden, der Boden feucht ist und es nach Regen riecht, machen sich kleine Tiere auf den Weg. Meist beginnt das zwischen Februar und Anfang April, besonders oft im März. In der Abenddämmerung und in der Nacht wandern dann Frösche, Kröten und Molche los. Das nennt man Amphibienwanderung.

Den Winter haben sie gut versteckt verbracht, unter Laub, in Erdlöchern, zwischen Wurzeln oder unter Steinen im Wald. Dort war es kalt, aber sicher und sie haben kaum Energie gebraucht.

Wenn es warm genug wird und die Luft feucht bleibt, wachen sie auf. Dann spüren sie etwas, das sie jedes Jahr ruft. Sie wandern zurück zu dem Gewässer, in dem sie selbst geschlüpft sind. Das kann ein Teich, ein Tümpel oder ein langsam fließender Bach sein. Manche Tiere laufen dafür nur ein paar Meter, andere mehrere hundert Meter weit.

Am liebsten wandern sie nachts. Die feuchte Luft schützt ihre empfindliche Haut vor dem Austrocknen. Darum sieht man sie oft erst spät am Abend oder morgens ganz früh, manchmal auch nach einem Regenschauer.

Dort am Wasser legen sie ihre Eier ab. Aus den Eiern schlüpfen später Kaulquappen. Die leben zuerst im Wasser, bekommen Beine und verlassen irgendwann als kleine Frösche, Kröten oder Molche das Gewässer. Dann beginnt ihr Leben wieder an Land, bis sie im nächsten Frühjahr selbst zurückkehren.

Auf ihrem Weg liegt heute oft eine Straße. Früher gab es die nicht. Deshalb helfen Menschen den Tieren. An vielen Straßen werden bald Zäune aufgebaut. Die Tiere laufen daran entlang und gelangen vorsichtig in eingegrabene Eimer. Helfer tragen sie dann über die Straße zu ihrem Gewässer. So kommen viel mehr Tiere sicher an.

Wenn ihr in den nächsten Wochen solche Zäune und Schilder seht, wisst ihr jetzt warum. Die Wanderung hat dann begonnen.

Vielleicht seid ihr einmal abends draußen und entdeckt einen kleinen Wanderer auf dem Weg. Dann schaut ihn ruhig an, aber lasst ihn weiterziehen. Er hat ein wichtiges Ziel.

Und denkt dran: Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso!

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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