02.03.2026 – land und region

Hallo ihr kleinen und großen Entdecker

Neulich bin ich über eine Wiese gelaufen und habe plötzlich etwas gesehen, das viele Menschen jedes Jahr freut. Vor mir stand ein großer Vogel mit langen Beinen und einem roten Schnabel. Ein Storch. Da wusste ich sofort: Der Frühling ist wirklich angekommen.

Denn Störche gehören zu den Vögeln, die jedes Jahr eine sehr lange Reise machen. Im Herbst fliegen sie viele tausend Kilometer weit nach Süden, oft bis nach Afrika. Dort ist es im Winter warm genug und sie finden genug Nahrung.

Wenn bei uns der Winter langsam zu Ende geht und die Tage länger werden, machen sich die Störche wieder auf den Weg zurück nach Norden. Sie fliegen über Länder, Flüsse und Berge, manchmal mehrere Wochen lang, bis sie wieder in ihren Brutgebieten ankommen.

Viele Störche bauen ihre Nester in der Nähe von Bauernhöfen. Dort finden sie oft gute Plätze hoch oben auf Scheunen, Schornsteinen oder auf speziellen Nestplattformen. Viele Bauern haben solche Stangen mit großen Plattformen extra aufgestellt, damit Störche dort sicher brüten können. Rund um landwirtschaftliche Betriebe finden Störche außerdem oft Wiesen und Felder, auf denen sie Nahrung suchen können. Darum gehören Störche und Landwirtschaft in vielen Regionen schon seit langer Zeit ganz eng zusammen.

Viele Störche kehren sogar genau zu dem Nest zurück, in dem sie schon früher gebrütet haben. Manche Nester werden über viele Jahre immer weiter ausgebaut und können schließlich richtig groß und schwer werden.

Wenn ein Storch zurückkommt, beginnt bald das nächste Kapitel. Die Störche suchen gemeinsam nach Futter und bereiten ihr Nest für den Nachwuchs vor. Das Weibchen legt meist mehrere Eier, aus denen später kleine Storchenküken schlüpfen.

Störche fressen viele verschiedene Dinge. Sie suchen auf Wiesen und Feldern nach Insekten, Fröschen oder kleinen Mäusen. Darum mögen sie offene Landschaften mit Wiesen, Feuchtgebieten und Feldern besonders gern.

Wenn ihr also im Frühling einen Storch auf einem Dach oder auf einer Wiese seht, dann wisst ihr: Dieser Vogel hat eine sehr lange Reise hinter sich und ist genau dorthin zurückgekehrt, wo sein Zuhause ist.

Und vielleicht hört ihr ihn sogar klappern. Störche können nämlich nicht richtig singen wie viele andere Vögel. Stattdessen klappern sie mit ihrem Schnabel. Das ist ihre Art zu sprechen.

Wenn ihr das nächste Mal draußen unterwegs seid, schaut nach oben zu den Dächern, Schornsteinen oder Nestplattformen. Vielleicht steht dort schon ein Storch und begrüßt den Frühling.

Und denkt dran: Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso!

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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