17.07.2026 – land und region

Hallo, hallo ihr kleinen und großen Entdecker,

habt ihr euch schon einmal gefragt, warum man überall Maulwurfshügel sehen kann, einen Maulwurf selbst aber fast nie?

Neulich bin ich über eine Wiese spaziert. Dort habe ich viele kleine Erdhügel entdeckt. Einen hier, einen dort und gleich noch einen. Aber obwohl ich ganz aufmerksam geschaut habe, war vom Maulwurf nichts zu sehen.

Da habe ich mich gefragt: Wo versteckt er sich eigentlich den ganzen Tag?

Der Maulwurf lebt nämlich fast sein ganzes Leben unter der Erde. Dort gräbt er lange Gänge, in denen er sich sicher bewegen kann. Diese Tunnel sind sein Zuhause. Hier schläft er, sucht nach Futter und ist vor vielen Feinden geschützt.

Wenn der Maulwurf neue Gänge gräbt, schiebt er die lockere Erde einfach nach oben. So entstehen die kleinen Erdhügel, die wir auf Wiesen oder in Gärten sehen können. Jeder Hügel zeigt: Hier arbeitet gerade ein kleiner Tunnelbauer unter der Erde.

Besonders spannend ist, dass ein Maulwurf gar nicht gut sehen kann. Seine Augen sind winzig und helfen ihm unter der Erde nur wenig. Dafür hat er eine ganz feine Nase und kann mit seinen empfindlichen Schnurrhaaren und seinem Tastsinn spüren, was um ihn herum passiert.

Seine Vorderpfoten sehen fast wie kleine Schaufeln aus. Mit ihnen kann er erstaunlich schnell graben. Manchmal schafft ein Maulwurf in einer Nacht viele Meter neuer Tunnel. Ganz schön fleißig, oder?

Und wisst ihr, was ein Maulwurf am liebsten frisst? Keine Möhren und auch keine Wurzeln. Am liebsten sucht er Regenwürmer, Insekten und kleine Larven. Deshalb ist er für Pflanzen gar nicht gefährlich. Im Gegenteil: Während er gräbt, lockert er den Boden sogar auf.

Wenn ihr das nächste Mal über eine Wiese spaziert oder einen Maulwurfshügel entdeckt, schaut ihn euch einmal ganz genau an. Vielleicht ist der kleine Tunnelbauer gerade direkt darunter unterwegs, auch wenn ihr ihn nicht sehen könnt.

Manchmal denken wir, dass wir nur das entdecken können, was vor unseren Augen ist. Aber in der Natur passiert auch ganz viel dort, wo wir gar nicht hinschauen können. Direkt unter unseren Füßen gibt es eine ganze Welt voller Leben.

Und vielleicht gräbt genau in diesem Moment ein kleiner Maulwurf seinen nächsten Tunnel.

Und denkt dran: Fragen stellen ist schlau und rausgehen sowieso!

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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