14.07.2026 – land und region

Mit ihrer Sommertour unter dem Motto „Henrike packt an“ hat Bremens Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft, Dr. Henrike Müller, in diesem Jahr bewusst auf einem landwirtschaftlichen Betrieb begonnen. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Bremer Bauernverbandes Carsten Schnakenberg stand dabei nicht nur das Mithelfen auf dem Hof im Mittelpunkt, sondern vor allem der direkte Austausch über die Situation der Landwirtschaft im Land Bremen.

Solche Termine sind wichtig.

Nicht wegen der Bilder oder der Schlagzeilen. Sondern weil Landwirtschaft sich am besten dort erklären lässt, wo sie täglich stattfindet, auf den Höfen, auf den Flächen und im Gespräch mit den Menschen, die Verantwortung für Tiere, Böden und Lebensmittel übernehmen.

Nach dem arbeitsreichen Vormittag blieb schließlich noch Zeit für ein gemeinsames Fachgespräch. Gemeinsam mit Ralf Hagens, Präsident der Landwirtschaftskammer Bremen, Hilmer Garbade, Präsident des Bremischen Landwirtschaftsverbandes, Carsten Schnakenberg, Vizepräsident des Bremischen Landwirtschaftsverbandes, sowie Christian Kluge, Geschäftsführer des Bremischen Landwirtschaftsverbandes, wurden viele Themen angesprochen, die die Landwirtschaft in Bremen derzeit bewegen. Flächenschutz, wirtschaftliche Perspektiven der Betriebe, der Hitzeschutz bei Weidetieren, Freiflächenphotovoltaik, Bürokratie, Naturschutz, Moorentwicklung und die Frage, wie Landwirtschaft auch in einem Stadtstaat eine Zukunft haben kann.

Es war kein leichtes Gespräch. Im Gegenteil.

Viele Punkte machten deutlich, wie groß die Herausforderungen derzeit sind und dass es bei manchen Themen sehr unterschiedliche Positionen gibt. Gerade deshalb war dieser Austausch wichtig.

Besonders positiv wurde wahrgenommen, dass die bestehenden Probleme nicht schöngeredet wurden. Es wurde zugehört, nachgefragt und anerkannt, dass viele Fragestellungen die Betriebe unmittelbar betreffen und nicht mit einfachen Antworten gelöst werden können.

Dialog bedeutet nicht, dass man immer einer Meinung ist.

Dialog bedeutet, dass man bereit ist zuzuhören, unterschiedliche Sichtweisen auszuhalten und schwierige Themen offen anzusprechen. Genau das ist an diesem Tag gelungen.

Natürlich wird ein einzelner Hofbesuch nicht alle offenen Fragen lösen. Gerade in den vergangenen Wochen haben Themen wie die Freiflächenphotovoltaik gezeigt, dass Vertrauen und frühzeitige Beteiligung für eine gute Zusammenarbeit unverzichtbar sind.

Umso wichtiger ist es, den persönlichen Austausch fortzusetzen.

Denn Landwirtschaft lässt sich nicht allein aus Konzeptpapieren, Verwaltungsvorlagen oder Sitzungsräumen verstehen. Sie muss erlebt werden.

Der Bremer Bauernverband bedankt sich deshalb ausdrücklich bei Senatorin Dr. Henrike Müller für ihren Besuch und die Bereitschaft, den Dialog vor Ort zu führen.

Ebenso gilt der Dank dem Vizepräsidenten Carsten Schnakenberg und seiner Familie, die ihren Betrieb geöffnet und einen ehrlichen Einblick in die tägliche Arbeit gegeben haben.

Gerade in Zeiten großer Herausforderungen gilt:

Vertrauen entsteht nicht dadurch, dass schwierige Themen vermieden werden.

Vertrauen entsteht dort, wo sie offen angesprochen werden und wo der Wille besteht, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Autor:

Redaktion Land und Region
Christian Kluge

Fotos: Kluge Kommunikation

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